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Der optimale Blogartikel

Martin Mißfeldt will beim heutigen Webmaster-Friday wissen, wie der optimale Blogartikel aussehen soll. Nachdem ich ja schon 3 „optimale“ Artikel geschrieben habe (Der optimale Titel, Die optimale Description und Der optimale Hoster), ist dieses Thema quasi eine Steilvorlage für mich, die ich  natürlich gerne nutze, um zu erklären, wie ein optimaler Blogartikel für mich aufgebaut sein muss.

Der optimale Blogartikel besteht meiner Meinung nach aus 4 Punkten:

  • 100 % Lockerheit
  • 100 % Monetarisierung
  • 100 % Suchmaschinenoptimierung
  • 100 % Leserzufriedenheit

100 % Lockerheit

Um einen optimalen Blogartikel zu schreiben, muss ich natürlich zu 100 % entspannt sein. Ich muss alle Alltagssorgen hinter mir lassen können, darf mir über nichts Gedanken machen. Nur noch 3 Dinge sind wichtig: meine Finger, die Tastatur und der Monitor. Bei einem optimalen Blogartikel sind diese 3 Dinge auf geradezu magische Weise miteinander verknüpft. Ein Buchstabe folgt dem anderen, formt sich zu einem Wort, dann zu einem Satz, letztendlich zu einem kompletten Artikel. Pausen sind überflüssig, natürlich auch zum Recherchieren. Rechtschreibfehler sind nicht relevant. Wichtig ist nur dass alles fließt und dass ich total locker bin.

100 % Monetarisierung

Ein optimaler Blogartikel muss sich natürlich für mich auszahlen. Deswegen nutze ich alle möglichen Einnahmequellen, die sich mir bieten. Mit Popup-Werbung lässt sich gutes Geld verdienen, AdSense-Blöcke mitten im Text garantieren mir ebenfalls hohe Einnahmen. Nicht zu vergessen die InText-Werbung, die bei möglichst vielen Wörtern ein Tooltip einblendet. Ein weiteres Zubrot verdiene ich mir mit Trigami. So unpassend ein Thema auch sein mag, ich schreibe einen Artikel darüber und lasse mich dafür bezahlen. Wie sagte schon Gordon Gekko in Wall Street? „Gier ist gut“. Recht hat er.

100 % Suchmaschinenoptimierung

Was nutzt mir der schönste Blogartikel, wenn er nicht von Google gefunden wird? Deshalb nutze ich die neuesten Erkenntnisse der Suchmaschinenoptimierung. Ich schreibe möglichst viele Wörter fett, damit zeige ich Google, wie wichtig mein Artikel ist. Vor dem Schreiben führe ich eine aufwändige Keywordrecherche durch, schließlich soll mein Artikel ja von vielen Suchmaschinenbesuchern gefunden werden. Um meine Verlinkung etwas zu verbessern, schreibe ich in anderen Blogs möglichst viele Kommentare. Natürlich nur, wenn diese nicht als nofollow ausgezeichnet sind. „Toller Artikel“ muss reichen, soll der Blogger doch froh sein, dass ich überhaupt einen Kommentar schreibe. Auf meinem Blog schalte ich die Kommentarfunktion natürlich aus, ich lasse mir doch nicht von den Usern meine Keyword-Density kaputtmachen.

100 % Leserzufriedenheit

Für meine Leser tu ich alles. Wenn einem Leser ein Satz nicht gefällt, dann ändere ich ihn ab. Artikel, die auf Missfallen stoßen, lösche ich komplett. Ich will ja niemand vor die Nase stoßen.

4x 100 % = 400 %

Wie ihr seht, ist es ganz einfach, den optimalen Blogartikel zu schreiben. Es reicht aus, einfach nur in jedem Bereich alles 100 % richtig zu machen, schon ist es geschafft.

Milchmädchen

Die (Milchmädchen-)Rechnung geht nicht auf

Ich denke, den meisten wird es aufgefallen sein. Irgendwas passt hier nicht. Die einzelnen Punkte widersprechen sich natürlich teilweise. Wenn ich beim Artikelschreiben total entspannt bin, mir über nichts Gedanken mache und nicht recherchiere, ist das vielleicht gut für meinen Blutdruck, wird aber bei meinen Lesern nicht auf viel Verständnis stoßen. Ebensowenig wie die Werbung, wenn sie überhand nimmt. Und wenn ich beim Bloggen nur auf die Suchmaschinenoptimierung und die richtige Keyword-Density achte, wirkt der Artikel schnell leblos und langweilig.

Der optimale Blogartikel

Der optimale Blogartikel ist vor allem eins -> ausgewogen. Ich darf natürlich beim Schreiben keinen Stress haben, das ist schon richtig. Es ist natürlich auch schön, wenn es fließt und sich der Artikel quasi wie von selbst schreibt. Aber die Zeit zum Recherchieren muss ich mir schon nehmen. Ein bisschen Geld verdienen will ich mit meinen Blogartikeln auch, aber trotzdem sollte nicht die totale Monetarisierung im Vordergrund stehen.

Eine gute Suchmaschinenoptimierung ist natürlich wichtig, sollte aber nicht dazu führen, dass die Artikel nur noch für Google geschrieben werden. Selbstverständlich gehe ich auch auf die Wünsche meiner Leser ein, lasse mich dabei aber nicht verbiegen und schreibe auch mal Artikel, bei denen ich schon vorher weiß, dass sie auf Widerspruch stoßen und nicht dem Massengeschmack entsprechen.

Der optimale Blogartikel besteht also aus einer ausgewogenen Mischung aus Lockerheit, Monetarisierung, Suchmaschinenoptimierung und Leserzufriedenheit. Wie hoch die einzelnen Anteile gewichtet werden, dass muss jeder Blogger selbst entscheiden. Und die Leser fällen dann durch ihre Beteiligung das Urteil darüber, ob ihm ein optimaler Blogartikel gelungen ist oder nicht.

Wann ist ein Blogartikel optimal?

Worauf achtet ihr beim Bloggen? Welche Punkte sind euch als Blogleser wichtig? Schreibt doch bitte in den Kommentaren etwas dazu.

Veröffentlicht von

Cujo

Die Webmaster-Zentrale wurde im Januar 2010 von mir gegründet. Dabei haben mich 3 Internetauftritte maßgeblich beeinflusst. Zum einen die Website des t3n-Magazins, www.t3n.de, auf der immer sehr interessante Artikel zum Thema Webseitenerstellung gepostet wurden. Genau solche Artikel wollte ich auch schreiben. Dann bin ich schon seit mehreren Jahren im Homepage-Forum, www.homepage-forum.de, aktiv. Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass dort immer die gleichen Fragen gestellt wurden. Jedesmal darauf die gleichen Antworten zu geben, war erstens langweilig, zweitens zeitraubend und drittens hat es sich nicht gelohnt, die Fragen ausführlich zu beantworten. In der Webmaster-Zentrale greife ich jetzt oft Fragen auf, die im Homepage-Forum gestellt wurden und habe die Möglichkeit die angesprochenen Themen viel detaillierter zu behandeln. Bei wiederkehrenden Fragen poste ich dann einen Link zu einem Artikel in der Webmaster-Zentrale. Dadurch erhalten die User ausführlichere Antworten als normalerweise in einem Forum üblich. Die Idee, Informationen bereitzustellen und diese im Forum zu verlinken, habe ich von Daniel, www.homepage-faqs.de, übernommen. Daniel bezeichnet sich selbst als Forenhelfer und ist sehr aktiv im Homepage-Forum. Er hat schon zahllosen Usern mit seinen Informationen geholfen und ihnen die Grundlagen der Webseitenerstellung erklärt. Diese 3 Webauftritte hatten einen so großen Einfluss auf mich, dass ich sicher behaupten kann, dass es ohne sie die Webmaster-Zentrale nicht geben würde.

17 Gedanken zu „Der optimale Blogartikel“

  1. Ich denk mir einfach, den optimalen Blogartikel hat man dann, wenn der Leser am Ende nicht denkt das er gerade 5 min seines Lebens verschwendet hat.

  2. Für mich ist ein Blogartikel optimal, wenn das Thema erst mal interessant genug ist, dass man den Artikel lesen will und der Artikel dann inhaltlich spannend weiter geht, dass man ihn auch weiter lesen will.

    An erster Stelle sollte daher der Leser und die eigenen Interessen kommen und dann die anderen Punkte wie Suchmaschinenoptimierung und finanzielle Interessen.

  3. Der optimale Artikel hat erstmal ein interessantes Thema, was aktuell und auch interessant ist.

    Als nächster Punkt steht der Aufbau und die Struktur im Vordergrund – du machst das schon gut mit Zwischenüberschriften – aber es gibt viele, da hat man einen endloslangen Text, der einem nach ner Minute schon aus dem Hals hängt…

    Dazu kommt, der Text muss einen Mehrwert bieten, wie Symm schon gesagt hat, wenn ich 5min einen Artikel lese, der mir im Endeffekt keinen Mehrwert bietet, dann kann der so toll wie möglich aufgebaut sein, aber ich würd wahrscheinlich die Seite weniger besuchen…

  4. Die Überschrift muss passend zum Thema sein und auch die Besucher animieren weiterzulesen. Daneben sollte man Google aber auch nicht vernachlässigen.

  5. Für mich muss ein guter Blogartikel gut recherchiert sein, ein interessantes Thema haben, das nicht schon hundertmal im Web steht und je nach Thema auch Problemlösungen bietet.

    Gruß
    hansen

  6. Das bedeutet, dass es sich dabei um einen Partnerlink handelt. Ich bekomme also etwas Provision, wenn du nach dem Klick bei Amazon etwas bestellst.

  7. Kann diesem sehr guten Artikel eigentlich nur zustimmen. Ein daumen hoch ist hier absolut angebracht!

  8. 😀 sehr schön geschrieben, da bekommst du ein ganz besonders großes Lob für! Lässt sich super lesen und macht auch noch Sinn – zum Ende hin 😉

  9. Danke für den Beitrag. Für mich als Neublogger und angehender Besitzer einer Website ist jeder Hinweis willkommen.

  10. So wie Du diesen Artikel geschrieben hast – das ist optimal.
    Er ist mit einem zwinkernden Auge interessant aufgearbeitet. Hat man die ersten Sätze gelesen, liest man automatisch bis zum Ende!

    Herzliche Grüße
    Klaus

  11. Mir gefällt der Artikel nicht. Bitte löschen.

    Scherz beiseite, ich denke, du hast hier sehr gut aufgeführt, was man eben nicht tun sollte. Ein gesundes Mittelmaß hilft sicher, die meisten Leser zufriedenzustellen – aber recht machen kann man es allen sowieso nicht.

  12. Für mich ist das Wichtigste die Leserzufriedenheit. Schließlich schreibe ich die Posts nicht für mich.

  13. Blogartikel müssen den interessierten Leser innerhalb der ersten Sätze ansprechen und zum weiterlesen animieren. Fotos und Videos können eine wichtige Stütze sein, um den Blog interaktiv zu unterstützen.

    Gruß
    Andreas

  14. Wie sind denn eure Erfahrungen mit der Blog Einbindung in Facebook? Ich denke mit diesem Kanal kann man viele zusätzliche User erreichen.

    Gruß
    Mats

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