Ist SEO Sünde?

Kann denn SEO Sünde sein?

Wer einen Blog betreibt, verfolgt natürlich auch bestimmte Ziele damit. Der eine sucht den Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten, der andere möchte auf Missstände hinweisen oder Hilfe bei Problemen anbieten. Manche Blogger wollen auch einfach nur Geld mit ihrem Blog verdienen. Aber ein Ziel dürften alle Blogger gemeinsam haben: Sie möchten mit ihren Artikeln möglichst viele Leute erreichen. Das ist ja auch logisch, denn wer kein Interesse daran hat, dass seine Texte gelesen werden, braucht sie ja auch nicht im Internet zu veröffentlichen.

Aber wie zieht man möglichst viele Leser an? Darf man um erfolgreich zu sein, auch auf Suchmaschinenoptimierung zurück greifen? Oder gefährdet man dadurch seinen guten Ruf als seriöser Blogger? Diese Frage stellt Martin Mißfeld beim heutigen Webmaster-Friday.

Guter Content allein reicht nicht aus

Content ist King„Content ist King“ ist ein geflügelter Satz in Bloggerkreisen. Das ist natürlich richtig, aber gute Inhalte reichen alleine nicht aus, damit ein Blog erfolgreich wird, also möglichst viele Leser anzieht. Was nützt der tollste Artikel, wenn niemand weiß, dass es ihn gibt und er nicht gefunden wird? Ein Blogger muss seine Artikel also vermarkten und die Werbetrommel für sich rühren. Und zum Marketing eines Blogs gehört natürlich auch ein gewisses Maß an Suchmaschinenoptimierung. Manche Blogger haben allerdings Bedenken, dass SEO zu großen Einfluss auf ihre Artikel hat und ihr Bloggingstil darunter leidet. Das muss aber nicht unbedingt sein.

Content und SEO in Einklang bringen

Es ist nämlich durchaus möglich, seine Artikel für Suchmaschinen zu optimieren, ohne auch nur ein einziges Wort am Text zu ändern. Die Installation eines SEO-WordPress-Plugins wie z. B. wpSEO oder Platinum SEO Pack verbessert die Suchmaschinenoptimierung eines Blogs schon um einiges. Auch bei Plugins, die die interne Verlinkung stärken, wie z. B. Related Posts by Category oder Popular Posts braucht man als Blogger keine Kompromisse einzugehen. Einfach installieren und weiterbloggen lautet hier die Devise.

Zuviel des Guten

Wie überall gibt es natürlich auch beim Bloggen Leute, die es übertreiben. Da wird in einem Artikel 10-20x eine bestimmte Phrase eingebaut, in der Hoffnung, damit bei Google vorne zu landen. Auf Dauer werden solche Blogger aber keinen Erfolg haben. Denn die Artikel werden dadurch unleserlich, vorhersehbar und damit langweilig. Wenig Erfolg werden auch Leute haben, die in anderen Blogs massenhaft Spam-Kommentare mit ihrer Blog-Adresse hinterlassen. Wer dies macht, wird bei anderen Bloggern keinen guten Eindruck hinterlassen und dadurch eher Leser verschrecken als neue anzulocken.

Ist SEO Sünde?

SuchmaschinenoptimierungManch ein Blogger verzichtet vielleicht auch deshalb auf Suchmaschinenoptimierung, weil er dies als Vordrängeln sieht. Schließlich verdrängt man ja in den Google-Ergebnissen automatisch eine andere Seite nach hinten, wenn man selbst eine Position nach vorne rutscht. Aber das ist in anderen Lebensbereichen natürlich genauso. Beim 100 m-Lauf versucht ja auch jeder Sprinter der Schnellste sein und wartet nicht kurz vor der Ziellinie auf die anderen, damit sie gemeinsam einlaufen können 😉 Und jeder Läufer versucht seine Leistungen so zu optimieren, dass er am Ende des Rennens möglichst weit vorne liegt. Wenn das beim Sport legitim ist, warum sollte es dann beim Bloggen für Nasenrümpfen sorgen?

Suchmaschinenoptimierung ist ein Muss

Meiner Meinung nach muss jeder Blogger, der mit seinem Blog erfolgreich sein will, zumindest etwas SEO betreiben. Dafür muss man sich nicht „verbiegen“ und muss auch nicht unbedingt studiert haben. Schon mit dem Einbau einiger WordPress-Plugins kann man seine Suchmaschinenoptimierung verbessern ohne sich allzuviel Gedanken über dieses Thema zu machen.

Passen Bloggen und Suchmaschinenoptimierung zusammen?

Betreibt ihr auch einen Blog? Habt ihr diesen für Suchmaschinen optimiert? Oder habt ihr Bedenken, dass dies euren Bloggingstil zu sehr beeinflusst? Schreibt doch bitte in den Kommentaren etwas dazu.

Veröffentlicht von

Cujo

Die Webmaster-Zentrale wurde im Januar 2010 von mir gegründet. Dabei haben mich 3 Internetauftritte maßgeblich beeinflusst. Zum einen die Website des t3n-Magazins, www.t3n.de, auf der immer sehr interessante Artikel zum Thema Webseitenerstellung gepostet wurden. Genau solche Artikel wollte ich auch schreiben. Dann bin ich schon seit mehreren Jahren im Homepage-Forum, www.homepage-forum.de, aktiv. Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass dort immer die gleichen Fragen gestellt wurden. Jedesmal darauf die gleichen Antworten zu geben, war erstens langweilig, zweitens zeitraubend und drittens hat es sich nicht gelohnt, die Fragen ausführlich zu beantworten. In der Webmaster-Zentrale greife ich jetzt oft Fragen auf, die im Homepage-Forum gestellt wurden und habe die Möglichkeit die angesprochenen Themen viel detaillierter zu behandeln. Bei wiederkehrenden Fragen poste ich dann einen Link zu einem Artikel in der Webmaster-Zentrale. Dadurch erhalten die User ausführlichere Antworten als normalerweise in einem Forum üblich. Die Idee, Informationen bereitzustellen und diese im Forum zu verlinken, habe ich von Daniel, www.homepage-faqs.de, übernommen. Daniel bezeichnet sich selbst als Forenhelfer und ist sehr aktiv im Homepage-Forum. Er hat schon zahllosen Usern mit seinen Informationen geholfen und ihnen die Grundlagen der Webseitenerstellung erklärt. Diese 3 Webauftritte hatten einen so großen Einfluss auf mich, dass ich sicher behaupten kann, dass es ohne sie die Webmaster-Zentrale nicht geben würde.

21 Gedanken zu „Kann denn SEO Sünde sein?“

  1. Früher habe ich mich mehr von SEO beeinflussen lassen. Inzwischen bin ich zu der Meinung gekommen, dass guter Content besser ist, weil ich dadurch in Foren oder in anderen Blogs verlinkt werde. Diese klicks machen einen Großteil meiner Leser aus, und das sind letztendlich auch die Leser, die kommentieren, abonnieren, eben die Leser für die man bloggt.
    Leute die durch die Googlesuche auf meinen Blog kommen gehen schnell wieder. Für solche Leute schreibt man nur, wenn man viel auf Werbung setzt um sich zu finanzieren.

    Letztendlich sollte man aber beide Schienen fahren. Ein paar SEO optimierte Artikel ein paar mit hervorragendem Content und zack hat man genug Leser

  2. Ich bin der Meinung das ohne SEO nichts geht!
    Bei der Suchmaschinenoptimierung manipulliert man ja nicht sondern wie aus dem Wort heraus zu lesen ist man optimiert eben dh. man ermöglicht den Suchmaschinen die eigene Webseite besser zu indexieren. Wem nutzt der beste Artikel, die schönste Seite wenn Niemand all das zu Gesicht bekommt?

    MfG

    Übrigends schön, mal wieder was Neues hier zu sehen. Hab dich schon tot geglaubt 🙂

  3. Die Antwort steht doch im Text „Content und SEO in Einklang bringen“.

    Ohne qualitativen Content lohnt sich SEO nicht, da man auch die Besucher halten will. Ohne SEO lohnt sich wiederum kein qualitativer Content im Massenmarkt der Suchmaschinen.

  4. Hallo Erik,

    ich verwende zwar All in SEO Pack und gebe auch bei jedem Artikel ein paar Keywords ein, aber die ergoogel ich nicht, sondern versuche das Thema mit bestimmten Begriffen „einzukreisen“. Das ist alles. Zu der Überschrift mache ich mir zwar schon etwas mehr Gedanken, aber letztendlich wähle ich die aus, die meines Erachtens das Thema am besten betitelt. Eventuell versuche ich noch gängige Begriffe dafür zu verwenden. Meine Beiträge schreibe ich genauso wie zum Anfang meiner „Bloggerkarriere“ in der eigenen Sprache.

    Mich würde allerdings interessieren, ob jemand wirklich mal solch einen Beitrag gelesen hat, der sehr auffällig mit Keywords bestückt war. Mir ist noch keiner aufgefallen. Oder es handelt sich um Seiten, die ich nie besuche, weil die Texte mich nicht ansprechen 😉

    Gruß Sylvi

  5. Da ich die ganze Google Optimierung noch ausprobiere, bin ich mit manchen Artikeln noch Einer von Denen die es übertreiben. Aber das wird nach und nach besser.
    Doch wer weiß denn am Anfang seiner Beziehung mit Google schon wie der Hase läuft? Also probiert man aus und schaut was passiert. Wenn ich dann selber vor lauter Keywords den Artikel nicht mehr lesen kann, dann entschärfe ich auch mal. 🙂
    Aber ich bin auch froh, daß man SEO betreiben muss, denn so lernt man viele Blogs kennen und bekommt ganz andere Impulse.

  6. Hm, ich finde das SEO kommt automatisch, wenn man etwas Eigenwerbung betreibt. Wie du selbst angemerkt hast, ganz ohne Werbung (und das beinhaltet nun auch, dass man ab und an in anderen Blogs oder Foren kommentiert – ist ja immer eine Frage des Ausmaßes) geht es nun mal nicht.

    Speziell die Texte auf etwas hin schreiben würde ich da persönlich nicht. OK, das ein oder andere Wort, mit dem man gefunden werden will, kann man geschickt in den ein oder anderen Satz einbauen. Man sollte es allerdings nicht so gestalten, dass es (negativ) beim Lesen auffällt.

    In erster Linie sollen Webseiten ja immer noch für die Seitenbesucher erstellt werden und nicht für die Suchmaschinen.

    Und selbst Blogger, denen das Geldverdienen primär am Herzen liegt, sollten mehr auf den Inhalt achten und Besucher zu interessieren, sonst klappt das alles nichts.

    Ich sehe in letzter Zeit immer häufiger Webseiten, die ganz klar darauf ausgelegt und dafür angelegt sind. Darüber hinaus bieten sie dem Besucher aber keinen Mehrwert. Sowas hat meiner Meinung nach im Internet nichts zu suchen und ist nur Verschwendung.

  7. Danke für den Hint mit den Plugins. Werde sie die Tage mal einspielen. In diesem Zusammenhang mal die meiner ansicht nach durchausgelungene Wortneologie: „seoriös“ 🙂

    Also gibt es tatsächlich noch Blogs die nicht von SEOs betrieben werden im Internet? Ich persönlich übe mit meinen Blogs SEO aber viel Geld konnte ich damit, bisher (leider) noch nicht verdienen.

  8. Bei meinem adwords Blog verwende ich gar keine Plugins. Ist ein Freeblog auf wordpress, hat keine Title und Descriptions (na halt das was sich Google zusammenspinnt) und rankt dennoch gut.

    Beim bloggen achte ich kaum auf die Density. Wichtig ist mir eher einen Text zu verfassen der verständlich ist, und anderen weiterhilft (ja, das soll es noch geben) 😉

    Plugins nutze ich bei anderen Blogs aktiv, gerade die statischen Seiten (bei denen man echt viel rausholen kann) werden gerne mal vernachlässigt.

    Guter Content ist zwar schön – nur wenn ihn keiner findet, nutzt mir das auch nix. Ohne SEO geht glaub ich in Nicht Extrem Nischen heute nix mehr.

  9. Man sollte vielleicht mal die generelle Unterscheidung zwischen klassischer Eigenwerbung und SEO machen. SEO ist ja rein für die Suchmaschinen wohingegen die Eigenwerbung auf die Besucher selbst abzielt.

  10. @TheEagle: Da stimme ich dir zu.

    Meine Meinung dazu ist, dass die Artikel in erster Linie für den Leser geschrieben werden sollten. Denn der ist es der den Blog weiterempfiehlt und in Foren verlinkt. Erst an zweiter Stelle sollte das Augenmerk auf SEO gelegt werden. Es ist ja kein Geheimniss, dass man Artikel mit einer internen Verlinkung stützen und das Ranking verbessern kann.

    Zitat: „Man sollte vielleicht mal die generelle Unterscheidung zwischen klassischer Eigenwerbung und SEO machen.“

    Oft lässt sich das nur schwer trennen. Ist denn ein Kommentar auf einem Blog SEO oder Eigenwerbung?

  11. Guter Artikel, und stets interessante Problematik. Der Vergleich mit dem 100m Lauf ist sehr gut – manch einer rennt sicher nur aus Hobby und dem Spaß an der Freude mit. Und das ist ja völlig in Ordnung, dann darf sich aber auch nicht gewundet werden, wenn man sich immer im hinteren Feld einfindet und man von Zuschauern mehr oder weniger ignoriert wird 😉

  12. Es reichen oft schon kleine SEO-Maßnahmen, um einen Blog für die Suchmaschinen zu optimieren.
    Titel-Tag zum Thema
    Überlegte h1 – h2 usw. Überschriften
    Links mit mit Linktext und Title-Attribute und Bilder mit Alt-Attributen
    Das ganze noch mit einer akzeptablen Ladezeit und einem guten Verhältnis Content zu Quellcode und man hat mit seinem Artikel schon mal einen guten Start.

    Gruß
    hansen

  13. Hi,
    allein einen Blog für die Suchmaschinen zu optimieren reicht nicht. Empfehlungen anderer Seiten müssen dazu gehören.

  14. Content ist King, das ist immer klar. Trotzdem braucht es auch SEO. Ist doch meistens so im Leben, und wieso dann nicht auch im Netz – der perfekte Mix macht es aus.
    Zur Idee der Sünde kann ich nur sagen: Sünde ist was man nicht darf, aber eh jeder tut.

  15. Wenn man einen guten Content hat, dann bekommt dieser auch Besucher, selbst wenn die Seite nicht mit guten Backlinks gesegnet ist. Durch die übertriebene Fokussierung auf bestimmte Keywords werden die Texte auch austauschbar. Was viele vergessen ist der Longtail … auf der ersten Seite stehen nur 10 Seiten … mit dem Longtail kann aber jeder Webmaster Besucher bekommen. SEO onpage ist für mich ein Muss, SEO offpage ist Geschmackssache, da dieses von weiß über grau bis schwarz reichen kann.

  16. @Steffi

    Durch Eigenwerbung auf anderen Blogs, Foren etc. ergibt sich auch SEO wenn man guten Content verwendet. Folge daraus ist natürlich mehr Besucher 😉

  17. SEO und Bloggen passt mehr als nur zussammen.

    SEO und WordPress ist dafür ja quasi schon eine Traumkombination! 🙂

    SEO nicht zu machen, weil man es als Vordrängeln sehen könnte, schließt aus betriebswirtschaftlicher Sicht jegliche Konkurrenzfähigkeit aus.

  18. Ein Blog ohne Besucher macht keinen Spaß. Und Besucher bekommt man nur, durch die Verbreitung der eigenen Webseite. Im Umkehrschluß ist SEO keine Sünde, sondern Standard und gehört zu einer erfolgreichen Umsetzung 🙂

  19. Ein freundliches Halli Hallo,

    also ich finde, Suchmaschinenoptimierung gehört zum Betreiben eines Blogs dazu.

    Seo-Plugins für WordPress gibt es gute Versionen auch kostenlos – und einen suchmaschinenfreundlichen Titel und Meta-Tags für jeden einzelnen Artikel zu generieren, kann aus meiner Sicht nicht falsch sein.

    Klar ist Content King, aber was nützt es, wenn keiner die Seite findet? Man schreibt Texte natürlich in erster Linie für die Leser – aber ohne SEO hat man keine Leser.

    Lesbar sollte der Text natürlich schon bleiben, auch wenn man versucht, die gewünschte Keyword-Phrase hin und wieder mit einzubauen.

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